Verbales Lernen

Innerhalb von Lerntypentests, welche die effizienteste Lernmethode für den jeweiligen Lernenden festlegen, ist das verbale Lernen von grundlegender Bedeutung. Das Gehirn arbeitet mithilfe von unterschiedlichen Kanälen, mit denen das zu Lernende möglichst langfristig gespeichert werden soll. Das stille Lesen eines fremden Textes reicht definitiv nicht dazu aus, die nötigen Informationen langfristig abrufbar zu haben. Eine Verkettung anderer Lernkanäle ist daher erforderlich, wobei das stetige Wiederholen des Lernstoffes unerlässlich ist. Gehörtes merkt man sich automatisch besser, wie eine Vielzahl an wissenschaftlichen Studien bewiesen haben. Fernstudenten beispielsweise, die in der Regel an keinen Präsenzseminaren teilnehmen und somit die Aufnahme über den Kanal des Hörens wegfällt, sind im besonderen Maße auf das Zusammenspiel von Lerntechniken angewiesen, um dem Lernen den größtmöglichen Erfolg beikommen zu lassen.

Der optimale Vorgang beim verbalen Lernen

Das Erarbeiten eines neuen Lernstoffs kann daher folgender Maßen optimal aufgebaut sein: Der Test wird einmal leise für sich gelesen, um einen ersten Überblick zu bekommen. Basisinformationen werden so durch den optischen Kanal, also dem Lesen, aufgenommen. Beim zweiten Lesen sollte laut mitgesprochen werden. Hierbei geschieht schon das Zusammenspiel von zwei unterschiedlichen Lernkanälen, dem optischen und dem auditiven, dem Vorlesen. Durch diese Methode des verbalen Lernens ist das Gehirn auf zwei verschiedene Arten in der Lage, sich an das Gelernte zu erinnern, einmal durch den visuellen und einmal durch den auditiven Reiz. Allein schon durch diese Art des Erarbeitens eines neuen Textes hat eine Wiederholung stattgefunden.

Verbales Lernen eignet sich auch zum Festigen des Gelernten

Das verbale Lernen eignet sich zusätzlich zum Festigen eines gelernten Stoffes. Dieser wird laut vorgelesen. Hierbei kann es sich um ein zu haltendes Referat oder auch um einen Notizzettel handeln. Das laute Aussprechen festigt den Lernstoff neben dem Erstellen von Notizen und dem Lesen im besonderen Maß. So wandern die Informationen nach mehrmaliger Wiederholung ins Langzeitgedächtnis und sie sind langfristig abrufbar.