Beinflusst die Beleuchtung unsere Wissensaufnahme?

Dass Licht Einfluss hat auf das Befinden des Menschen, dürfte mittlerweile bekannt sein. So leiden die Menschen in den nördlichen skandinavischen Ländern zum Teil häufiger unter Depressionen, weil es sehr viel weniger Tageslicht gibt. Ob das Licht oder eine bestimmte Art der Beleuchtung die Wissensaufnahme beeinflusst, ist aber noch ungeklärt. Sicherlich lässt sich im Dunklen schlecht lesen, aber kann es Einfluss auf die Aufnahme von Wissen haben, unter welcher Beleuchtung wir lernen?

Doch es erscheint nicht ganz unwahrscheinlich, dass es einen Zusammenhang zwischen Beleuchtung und Wissensaufnahme geben könnte. Auch die Aufnahme und Abspeicherung von Wissen durch das menschliche Gehirn stellt letzten Endes einen neurologischen bzw. neurophysiologischen Prozess dar, bei dem chemische Stoffe eine Rolle spielen. Und die Chemie des Körpers spielt auch bei der Entstehung von z.B. depressiven Erkrankungen eine große Rolle.
Daher kann es wohl ebenso gut sein, dass der Mensch unter Lichtbedingungen, die dem Tageslicht entsprechen, Wissen besser aufnehmen und verarbeiten kann. Das fängt natürlich schon damit an, dass sich die Augen bei nicht ausreichendem Licht sehr anstrengen müssen. Leichter wird es für sie, wenn die Beleuchtung annähernd dem Tageslicht entspricht, oder - wenn dies nicht möglich ist, so doch zumindest ausreichend hell ist.
Wenn man bedenkt, dass die großen geistigen Leistungen des Mittelalters oft bei Kerzenlicht erbracht wurden, dann kann man schon zweifeln, ob es vor allem am richtigen Licht liegt, ob einem denn auch ein Licht aufgeht.
Dies ist sicher nur einer der Faktoren, die für die Wissensaufnahme eine Rolle spielen können.