Klassisches Konditionieren

Lernen ist kein wertneutraler, sachlicher Vorgang. Lernen spielt sich in Rahmenbedingungen ab, die positive oder negative Auswirkungen haben. Mit diesem Wissen ausgestattet sollte man gezielt, mit Hilfe der richtigen Lern- und Lehrmethoden, darauf hinarbeiten, überwiegend positive "Aha"-Erlebnisse, beim Erlernen zu bekommen. Positive Lernerfolge erzeugen ein Lustempfinden, ein erstarktes Selbstwertgefühl und sind Motivation zum "Lernen Wollen". Lehrmethoden, die auf das Zusammenspiel von Körper und Geist eingehen, die den Menschen als ein ganzheitliches Wesen beachten, werden den Lernstoff in einer gefühlsmäßig positiven Verpackung übermitteln.

Erfolgreich Lernen durch Konditionierung

Lernen braucht Zeit und Konsequenz. Indem man Erlerntes oft wiederholt, konditioniert man sich, das Gelernte prägt sich im Gehirn ein, indem es, in sich wiederholenden Kreisungen, Spuren im Netzwerk der Nervenzellen hinterlässt. Aus dem NLP (Neurolinguistisches Programmieren) kennen wir eine Grundtechnik, eine Autosuggestionsmethode, die sich "Ankern" nennt, die das positive Konditionieren unterstützt und das Lernen besser und schneller macht. Ankern wird eingesetzt um Namen, Daten, Begriffe und Situationen leichter abrufbar zu machen.

Die "Programmierung" eines Ankers

Das Programmieren des Ankern geht so vor sich: der Schüler wird in einen Entspannungszustand geführt (autogenes Training, Atemtechnik, Hypnose), er geht gedanklich an einen Ort, zu einer Situation, wo er Wohlbefinden empfindet. Er erlebt in dieser Situation des Wohlgefühls angenehme Gerüche, Körperempfindungen, er hört liebliche Melodien und sieht sympathische Farben. Der Schüler visualisiert diese Situation so intensiv, als möglich. Diese Situation verknüpft er mit einem bestimmten Reiz, den so genannten Anker. Dieser Anker kann sein: ein Fingerkreis zwischen Zeigefinger und Daumen, eine geballte Faust (kienästhetischer Kanal), oder ein nicht oft gebrauchtes, nicht sehr geläufiges Wort wie z. B. Marterpfahl oder Bettmütze usw. (Kombination mit dem betonten Aussprechen eines bestimmten Wortes). Dann setzt man die Autosuggestion, die z.B. lautet: "Mit diesem Anker speichere ich das nun Erlernte (genau definieren) in meinem Erinnerungsspeicher für immer ab. Mit Aktivieren dieses Ankers kann ich das erlernte und abgespeicherte Wissen jederzeit und überall aufrufen. Ab Jetzt." Wer diese Methode regelmäßig in sein Lernprogramm integriert, wird bald in der Lage sein seinen Lernstoff leicht zu bewältigen, zu behalten, wiederzugeben und anzuwenden.

Es sollte eine kleine Bewegung sein, die nicht auffällt, damit sie überall gemacht werden kann, ohne aufzufallen. Das Ankern soll mindestens 3x auf dieselbe Weise durchgeführt werden. Je häufiger man ankert, desto stärker wird der Anker.
Dieser Anker kann nun für das Lernen eingesetzt werden.