Die Behavoristisch-Assoziations-Theorie

Die behavoristisch-assoziations Theorie wurde 1913 von John B. Watson entwickelt. Bei der behavoristisch-assoziations Theorie geht es um die Beobachtung von Verhalten in bestimmten Umweltbedingungen. Es entwickelte sich ein Fragenkomplex zu den Themen: Nach welchen Gesetzen entstehen menschliche Reize und Reaktionen? Welche Umgebungen fördern das Lernen und die Lernleistungen? Das heißt, in der behavoristisch-assoziations Theorie werden sichtbares Verhalten bzw. Reaktionen verknüpft mit äußeren Reizen und Merkmalen.

Lernen durch Erfolgs-Vorbilder

Durch Beobachten lernt der einzelne mit welchen Verhaltensweisen Anerkennung und Erfolg verbunden sind.
Führt zum Beispiel bei einem Fußballspiel ein aggressives Verhalten der Spieler auf dem Platz zu einem Torerfolg und eventuell zum Sieg, so zieht der Fußballfan den Rückschluss, dass aggressives Verhalten zu Erfolg und Anerkennung führen. Nach dem Spiel ist mit einer höheren Gewaltbereitschaft der Fans zu rechnen. Wird die Gewaltbereitschaft ausgelebt und kommt es zu gewalttätigen Zusammenstößen können sichtbare negative Konsequenzen die Gewaltbereitschaft eindämmen. Bleiben die sichtbaren negativen Konsequenzen aus oder stehen nicht mehr im Tatzusammenhang, bleibt eine Verknüpfung vorhanden, die aussagt: aggressives Verhalten bis hin zur Gewaltanwendung führt nicht automatisch zu negativen Konsequenzen wie Bestrafung / Freiheitsentzug.

Umsetzung der Behavoristisch-Assoziations-Theorie beim Lernen

Wird beobachtet, dass Verhaltensweisen beim Lernen zu positivem Erfolg führen und wird dieser Erfolg als erstrebenswert eingestuft, so werden die beobachteten Verhaltensweisen übernommen. Treten dann die erhofften Konsequenzen ein - eigener positiver Erfolg - so werden die beobachteten Verhaltensweisen ausgebaut.

In der Forschung erkennt die behavoristisch-assoziations Theorie das Verhältnis zwischen Reiz und Reaktion an. Dadurch werden objektive Grundlagen der Psychologie auf Grund von Umweltbedingungen erhoben.