Aktivitätenverstärker

Mit Hilfe von Aktivitätenverstärkern werden besonders Kinder und Schulanfänger motiviert ihre geforderten Aufgaben umgehend umzusetzen, konzentriert zu arbeiten und teilweise spielerisch zu lernen. Ein Anreiz wird zum Beispiel dadurch geschaffen, dass das Kind weiß, das es nach dem Erledigen seiner Aufgaben seinen Lieblingsaktivitäten nachgehen kann. Für ein gefordertes Tun oder eine bestimmte Sache muss sich der Einzelne "anstrengen" bzw. seine Lieblingsbeschäftigung ruhen lassen. Anschließend wird er mit für ihn angenehmen Verhaltensweisen bzw. Dingen belohnt. Es handelt sich als beim Aktivitätenverstärker um eine Verstärkung durch Belohnung. Dieses Prinzip gilt als "Premack-Prinzip" und wurde in den 1950er Jahren von David Premack in den Vereinigten Staaten von Amerika entwickelt.

Weitere Beispiele für das Aktivitätenverstärken

In einem weiteren Versuch konnte David Premack nachweisen, dass Ratten schneller liefen, wenn sie nach dem Laufen Wasser zu trinken bekamen. Ratten, die sich nicht bewegen durften, tranken mehr, wenn sie sich bewegen durften.

Fällt es schwer Arbeiten und Aufgaben durchzuführen, die nicht gerne gemacht werden, so kann sich jeder mit einer angenehmen Tätigkeit danach belohnen. Nach dem Vokabelnlernen, spiele ich 15 Minuten am Computer oder nach dem Hausputz gehe ich Bummeln. Wichtig dabei ist, dass die Tätigkeit, mit der sich der einzelne belohnt oder belohnt wird, wahrscheinlich mehr auftritt als die geforderte Tätigkeit.

Die Theorie hinter dem Aktivitätenverstärker

Hintergrund des "Premack-Prinzip" ist die Erkenntnis, dass Verhalten, das wahrscheinlich häufiger vorzufinden ist, als Verstärker für Verhalten genutzt werden kann, was gering auftritt. Die wahrscheinlich häufiger auftretende Aktivität wird als höherwertig eingeschätzt. Besonders wichtig und geeignet ist diese Erkenntnis in der Frühpädagogik, im Grundschulalter und in der Verhaltenstherapie.